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Weiße Gänse – robuste Weidegänse – Legeleistung ca. 20 Eier/Jahr
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Weiße Gänse – robuste und aufmerksame Weidegänse
Weiße Gänse gehören zu den klassischen Tieren der privaten Geflügel- und Weidehaltung. Ihr dichtes, helles Federkleid, der kräftige Körperbau sowie der orangefarbene Schnabel und die ebenfalls orangefarbenen Läufe verleihen ihnen ein freundliches und zugleich stattliches Erscheinungsbild. Auf einer geeigneten Weide sind die Tiere nicht nur ein besonderer Blickfang, sondern zeigen auch ein ausgeprägtes Sozial- und Erkundungsverhalten.
Bei der Bezeichnung „Gänse weiß“ handelt es sich um eine allgemeine Verkaufsbezeichnung und nicht zwingend um eine eindeutig festgelegte Rasse. Je nach Herkunft und Zuchtlinie können unterschiedliche weiße Haus- oder Wirtschaftsgänse angeboten werden. Körpergewicht, Wachstum, Legeleistung und Brutverhalten können daher von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen. Die genauen Eigenschaften des aktuell verfügbaren Bestands sollten vor der Abholung beim Geflügelhof Freitag erfragt werden.
Typisch für weiße Hausgänse ist das vollständig oder überwiegend weiße Gefieder. Der kräftige Schnabel zeigt meistens eine orangefarbene bis rötlich-orange Färbung. Auch die Schwimmhäute und Läufe sind normalerweise orangefarben. Einzelne Federn können abhängig von Alter, Haltung und Verschmutzung leicht gelblich oder grau erscheinen. Abweichungen vom Produktbild sind bei lebenden Tieren grundsätzlich möglich.
Weiße Gänse besitzen meist einen kräftigen und gut entwickelten Körper. Abhängig von Zuchtlinie, Geschlecht und Haltung erreichen ausgewachsene Ganter häufig ein Gewicht von ungefähr 6 bis 7 kg. Weibliche Gänse liegen oftmals bei etwa 5 bis 6 kg. Diese Werte dienen ausschließlich als Orientierung. Junge Tiere haben ihr endgültiges Gewicht noch nicht erreicht und entwickeln sich abhängig von Fütterung, Bewegung und Gesundheitszustand unterschiedlich.
Die Legeleistung weißer Haus- und Wirtschaftsgänse liegt je nach Herkunft ungefähr zwischen 20 und 40 Eiern im Jahr. Die Eiablage erfolgt überwiegend saisonal im Frühjahr. Einige Tiere beginnen bereits gegen Ende des Winters mit dem Legen, während andere erst bei längeren Tagen und milderen Temperaturen mit der Legeperiode starten. Eine feste Anzahl von Eiern kann nicht zugesichert werden.
Gänseeier besitzen in der Regel eine weiße bis leicht cremefarbene Schale. Mit einem Gewicht von ungefähr 140 bis 170 g sind sie deutlich größer als gewöhnliche Hühnereier. Größe, Form und Gewicht können während der Legeperiode sowie zwischen verschiedenen Tieren variieren. Die tatsächliche Legeleistung wird unter anderem durch Alter, Tageslicht, Fütterung, Gesundheitszustand und Haltungsbedingungen beeinflusst.
Weiße Gänse können einen ausgeprägten Bruttrieb entwickeln. Brutbereite Tiere suchen nach einem ruhigen und geschützten Platz, an dem sie ihr Nest anlegen können. Im Stall sollten deshalb ausreichend große, bodennahe und leicht abgedunkelte Nistbereiche angeboten werden. Auch im Auslauf können sich Gänse unter Sträuchern, in hohem Gras oder hinter Unterständen einen eigenen Legeplatz suchen.
Während der Brut und der anschließenden Führung der Gössel reagieren die Elterntiere häufig besonders aufmerksam und verteidigungsbereit. Vor allem Ganter können das Nest, ihre Partnerin und den Nachwuchs entschlossen schützen. Den Tieren sollte deshalb ausreichend Abstand und Ruhe gewährt werden. Kinder dürfen sich während dieser Zeit nicht unbeaufsichtigt im Gänseauslauf aufhalten.
Weiße Gänse sind soziale Tiere und dürfen nicht dauerhaft einzeln gehalten werden. Sie benötigen mindestens einen passenden Artgenossen und fühlen sich als Paar oder in einer harmonischen Gruppe am wohlsten. Innerhalb der Gruppe entstehen feste soziale Bindungen und eine eigene Rangordnung. Neue Tiere sollten langsam und unter sorgfältiger Beobachtung mit einem vorhandenen Bestand zusammengeführt werden.
Gänse gelten als aufmerksam, intelligent und standortbezogen. Bei regelmäßiger und ruhiger Betreuung gewöhnen sie sich häufig gut an ihre Halter sowie an feste Fütterungs- und Stallzeiten. Ungewohnte Personen, fremde Tiere oder Veränderungen in ihrer Umgebung werden schnell wahrgenommen und häufig durch deutlich hörbare Rufe angekündigt. Dadurch können Gänse auch eine natürliche Wachfunktion übernehmen.
Vor der Anschaffung muss berücksichtigt werden, dass Gänse deutlich hörbarer als viele andere Geflügelarten sein können. Besonders bei Aufregung, in der Paarungszeit oder bei unbekannten Besuchern ist mit lautem Rufen zu rechnen. In dicht bebauten Wohngebieten sollte daher vorab geprüft werden, ob eine Gänsehaltung am vorgesehenen Standort möglich und mit der Nachbarschaft vereinbar ist.
Für eine artgerechte Haltung benötigen weiße Gänse einen großzügigen Auslauf mit ausreichend Grasfläche. Die Tiere verbringen einen großen Teil des Tages mit dem Abweiden von Gräsern und geeigneten Kräutern. Eine abwechslungsreiche Weide bietet natürliche Beschäftigung, Bewegung und einen Teil der täglichen Futterversorgung. Die benötigte Fläche richtet sich nach der Anzahl und Größe der gehaltenen Tiere.
Die Weide sollte bei starker Beanspruchung in mehrere Bereiche unterteilt werden können. Dadurch erhalten abgeweidete oder verschlammte Flächen ausreichend Zeit zur Erholung. Giftige Pflanzen, herumliegende Drähte, scharfe Gegenstände und andere mögliche Gefahren müssen entfernt werden. Sträucher, Bäume und offene Unterstände bieten Schutz vor starker Sonne, Wind und Regen.
Weiße Gänse sind aufgrund ihres Körpergewichts meist nur eingeschränkt flugfähig. Trotzdem können jüngere oder leichtere Tiere niedrige Zäune überwinden. Eine stabile, ausreichend hohe und regelmäßig kontrollierte Einfriedung ist daher erforderlich. Sie verhindert nicht nur ein Entlaufen, sondern schützt die Gruppe außerdem vor freilaufenden Hunden und anderen möglichen Gefahren.
Als Wassergeflügel benötigen Gänse jederzeit frisches Trinkwasser. Das Wassergefäß muss so tief sein, dass die Tiere ihren gesamten Schnabel und den Kopf eintauchen können. Nur so lassen sich Augen und Nasenöffnungen ausreichend reinigen. Das Trinkwasser sollte täglich kontrolliert und abhängig von der Verschmutzung mehrfach gewechselt werden.
Zusätzlich zum Trinkwasser benötigen die Tiere eine geeignete Badegelegenheit. Ein natürlicher Teich ist nicht zwingend erforderlich, wenn ein ausreichend großes und regelmäßig gereinigtes Wasserbecken zur Verfügung steht. Die Gänse müssen sicher in das Wasser hinein- und wieder herausgelangen können. Rutschige, steile oder scharfkantige Einfassungen sind zu vermeiden.
Rund um Trink- und Badebereiche entstehen häufig feuchte oder schlammige Flächen. Ein befestigter oder gut entwässerter Untergrund erleichtert die Reinigung und reduziert dauerhaft aufgeweichte Bereiche. Stark verschmutztes Wasser kann die Gesundheit der Tiere belasten und muss regelmäßig vollständig ausgetauscht werden.
Der Gänsestall sollte trocken, zugfrei, ausreichend belüftet und zuverlässig gegen Fressfeinde gesichert sein. Gänse benötigen keine erhöhten Sitzstangen wie Hühner. Sie schlafen auf einer trockenen und ausreichend dicken Einstreu am Boden. Verschmutzte oder feuchte Bereiche müssen regelmäßig entfernt und durch frisches Einstreumaterial ersetzt werden.
Der Eingang muss breit und hoch genug sein, damit auch ausgewachsene Tiere den Stall bequem betreten können. Hohe Stufen und steile Rampen sind für schwere Gänse ungeeignet. Eine flache und rutschfeste Rampe erleichtert den Zugang. Abends sollte die gesamte Gruppe in einem sicher verschlossenen Stall untergebracht werden.
Die Fütterung besteht aus geeigneter Weide sowie einem auf Alter, Jahreszeit und Nutzung abgestimmten Gänse- oder Wassergeflügelfutter. Auch bei guter Weidehaltung kann eine ergänzende Fütterung erforderlich sein. Besonders während des Wachstums, der Legeperiode, der Mauser und in den Wintermonaten muss auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung geachtet werden.
Frisches Trinkwasser muss während der Futteraufnahme jederzeit erreichbar sein. Legende Gänse benötigen eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralstoffen und Calcium. Grit kann die Verdauung unterstützen. Brot, verschimmelte Futtermittel, stark gewürzte Lebensmittel und ungeeignete Küchenreste gehören nicht in die Gänsefütterung.
Weiße Gänse eignen sich für Halter, die ausreichend Weidefläche, einen sicheren Stall, eine geeignete Wasserstelle und genügend Zeit für die tägliche Versorgung bereitstellen können. Ihre aufmerksame Art, das ausgeprägte Gruppenverhalten und das helle Gefieder machen sie zu einer attraktiven Ergänzung für eine sorgfältig vorbereitete Geflügelhaltung.
Bestand, Alter, Geschlecht, genaue Zuchtlinie und Verfügbarkeit lebender weißer Gänse können sich kurzfristig ändern. Bitte nehmen Sie deshalb vor der Anfahrt telefonisch oder schriftlich Kontakt mit dem Geflügelhof Freitag auf. Lieferung und Abholung sind nach vorheriger Absprache möglich. Ein klassischer Tierversand wird nicht angeboten. Für die Abholung ist eine ausreichend große, stabile und gut belüftete Geflügeltransportkiste erforderlich.
BESONDERHEITEN
Tierart: weiße Haus- beziehungsweise Wirtschaftsgans
Legeleistung: je nach Zuchtlinie ca. 20 bis 40 Eier / Jahr
Legezeit: überwiegend saisonal im Frühjahr
Eierfarbe: weiß bis leicht cremefarben
Eigewicht: je nach Zuchtlinie ca. 140 bis 170 g
Gewicht Ganter: als Orientierungswert ca. 6 bis 7 kg
Gewicht Gans: als Orientierungswert ca. 5 bis 6 kg
Besonderheit: kräftige, aufmerksame und soziale Weidegans
Gefiederfarbe: weiß
Schnabel und Läufe: überwiegend orangefarben
Verhalten: aufmerksam, wachsam und bei ruhigem Umgang häufig zutraulich
Haltung: nicht einzeln, sondern mindestens paarweise oder in einer Gruppe
Wasserbedarf: frisches Trinkwasser und geeignete Badegelegenheit erforderlich
Auslauf: großzügige Weidefläche und sichere Einfriedung empfohlen
Hinweis: Gewicht und Legeleistung können je nach Herkunft deutlich abweichen
KEIN TIERVERSAND
Nach Absprache
Lieferung und Abholung möglich
Tel.: 029 44 / 587 346
E-Mail: info@freitagsgefluegelshop.de
